Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie vehement und radikal Leute wie du es versuchen, ihre kognitive Dissonanz wegzuargumentieren. Was du hier sagst ist basically „Ich will meinen privaten Space, in dem ich halt einfach nich so auf Menschenrechte achten muss“ - das kannst du machen, du bist ja n freier Mensch. Aber erwarte doch bitte nicht von Betroffenen in irgendeiner Art und Weise Verständnis oder Absolution dafür. Das ist und bleibt einfach scheiße. Und das mit den Alt-Texten ist immer so ein albernes Argument. Wenn du da n Bild hinwirfst und der Alt-Text zu deinem richtig geilen Sonnenuntergang ist „richtig geiler Sonnnuntergang“, dann is das mehr als ausreichend und sagt, was du damit kommunizieren willst. „Gute“ Alt-Texte sind nicht kompliziert. Du WILLST einfach nicht. Aber hör doch bitte auf das zu rationalisieren. Du ahnst gar nicht, wie sehr Menschen wie du und Argumentationen wie diese echter Inklusion AKTIV im Weg stehen und emanzipatorischen Fortschritt verhindern. @nicole4fox @kc
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to bommel • • •> „Gute" Alt-Texte sind nicht kompliziert.
Um parafrasierend mit dem Oberförster aus Xaver zu Antworten:
"Der Mensch ist kein Tier!"
.. denn er ist eine Gewohnheitskonserve!
ALTtext ist, so scheint es manchmal, ein bischen wie die Zeitenwende Stumm- zu Tonfilm. Erst weigerte sich der Tramp prinzipiel das Maul auf zu machen, bis dann irgendwann Charlie einen Tag lang am Stück alle Aufnahmen des Adolf Nazi betrachtete, "Das Schwein!" sagte und der grosse Diktator rief:
"Let us all UNITE!"
@nicole4fox @kc
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •Du hast recht @bitpickup, die Option für den ALTtext ist wirklich zu kurz und behindert einen beim vernünftigen erstellen einer alle Aspekte abdeckenden Bildbeschreibung. Ich hab's hier gerade eben nicht mal bis zu dem Fakt geschafft, warum der Originalton in Englisch, geschweige den welche Sätze wie und warum in die innere Auswahl gekommen sind.
Hatte der ALTtext früher nicht mehr Charakter?
@kc
utopiArte
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •Original in hoher Qualitaet und mehreren Sprachen:
youtube.com/watch?v=k0CzXi9e66…
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •> „Gute" #ALTTexte sind nicht kompliziert.
Auch nicht in anderen Sprachen ..
tupambae.org/display/0ac89072-…
@nicole4fox @kc
utopiArte
2026-02-14 01:54:37
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •#micDrop
utopiArte
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •> > "Unbekannter Ursprungsbeitrag"
Vielleicht liegt hier einfach nur irgendwo ein block oder eine stumm schalt funktion dazwischen @jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ ?
@Mina @Casey @bommel @nicole4fox
Mina
in reply to utopiArte • • •@utopiarte
Das könnte ich mir sehr gut vorstellen.
@jesuisatire @kc @nicole4fox @bommel
Mina
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •Ist das Problem des verlorenen Kontextes nicht eher, dass viele Nutzenden ihre Posts mit Selbstzerstörungen versehen, bzw. an den Sichtbarkeitseinstellungen drehen?
Ich teste ja gerade Friendica, finde aber die Ansicht der Beiträge (immer im Thread und nicht für sich) eher gewöhnungsbedürftig.
@bommel @nicole4fox @kc
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to Mina • • •@mina
¿Du testest friendica!
Ich dachte schon ich hätte dich damals in die Abgründe des eine Woche an der Konsole verzweifeln um dann ein lakonisches "ach so ja, der Installer funktioniert wohl nicht" zu hören und würdest nie wieder mit uns sprechen.
Das fedi wird immer mehr zu einer Choclatebox. Die Kommentare von @nicole4fox waren komplett weg. Hier, auf friendica, auf @kc's Hauptseite.
Jetzt sind sie wieder da.
Die Background tasks scheinen da alle wie wild rum zu leiern.
Ohne friendica hätte ich den "let us all unite!" nie und nimmer wieder gefunden.
Einmal den Link ist es dann wie an einem zarten Faden ziehen bei dem mensch nie weis wo er reißt.
Ja im Thread stößt friendica schnell an Grenzen. An sich ist die kombi cool. Und auf friendica eventuell lokal rauslöschen.
@bommel
Mina
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •@jesuisatire
Mit dem neuen Hoster lief der Friendica-Installer wie geschmiert.
Was nicht ganz so cool ist, ist, dass Friendica die einzige Fedi-Geschmacksrichtung ist, die sich dort ohne extreme Klimmzüge installieren lässt (nur MySQL, nicht PosgreSQL-Datenbanken).
Auch das zeitnahe Einsammeln von Beiträgen gefolgter Nutzer scheint manchmal eher Glückssache zu sein.
Mal sehen. Ich adde mal meinen Testuser zu dieser Unterhaltung.
@nicole4fox @kc @bommel
@minatest
Minatest
in reply to Mina • •Nach 4 Stunden ist das Taggen jetzt in der Timeline aufgetaucht.
Das geht irgendwie gar nicht. Kann natürlich auch daran liegen, dass diese Instanz noch zu wenig vernetzt ist.
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ likes this.
Mina
in reply to Mina • • •@jesuisatire
"Auch das zeitnahe Einsammeln von Beiträgen gefolgter Nutzer scheint manchmal eher Glückssache zu sein."
Sonstige Beiträge von mir tauchen in der Friendica-Timeline ziemlich flott auf, dieser Thread aber auch nach einer Viertelstunde noch gar nicht, oder ich sehe ihn nicht, weil der Ursprungspost uralt ist.
Das mag ich tatsächlich bei Masto (und auch bei Akkoma/Pleroma): Da sehe ich den neuen Beitrag und ein Klick liefert mir den Kontext.
@nicole4fox @kc @bommel @minatest
jesuiSatire
in reply to Mina • • •> finde aber die Ansicht der Beiträge (immer im Thread und nicht für sich) eher gewöhnungsbedürftig
Mono Sapiens, iss so.
Uns geht das umgekehrt, einfach so für sich ist es meist zusammenhanglos und ein
"Hä, worum geht's hier gerade?"
.. stellt sich ein.
Na @jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ, baggerst du die @Mina schon wieder von der Seite an. Du bist noch minderjährig, pass bloß auf das das nicht in die Hose geht ..
@minatest@fedifreun.de
Mina
in reply to jesuiSatire • • •Vielleicht auch eine Frage der Gewohnheit.
@jesuisatire@social.tchncs.de
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to Mina • • •@mina
> Vielleicht auch eine Frage der Gewohnheit.
Japp.
Erwartungshaltung wird nicht erfüllt:
.. gehe nicht über los, ziehe kein Dopamin ein ..
@jesuisatire@tupambae.com
Mina
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •@jesuisatire@social.tchncs.de
Ich will mein Dopa!
@jesuisatire@tupambae.com
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •\\ offTopic
Werde die Antwort hier oben drüber komplett entstellen in dem ich sie in einen generellen Micdroptroet verwandele, dann kann mensch den toot sonst wo quoten und gut ist.
Denke das der direkte Zusammenhang bereits abgehandelt wurde und der Gesamtkontext nicht wirklich verloren geht, bzw ein sinnvoller Gesamtkontext bleibt bestehen.
Hinterlege den Originaltext hier, so als Korinthenka .. ihr wisst schon.
Der ALTtext von dem kurzen fediArena Video ist bisher unverändert und wird wahrscheinlich so bleiben, außer die Muse oder inspirierende Kommentare befehlen etwas anderes.
Original:
> "Unbekannter Ursprungsbeitrag"
.. #mastodon gehört echt abgeschafft ey ..
(die behindern einen nicht, die verhindern Kommunikation, zerstören Kontexte, unglaublich)
@bommel @nicole4fox @kc @mina
Jupiter Rowland
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •@jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ @bommel @nicole4fox @Casey Ich kann aus eigener, persönlicher, praktischer Erfahrung sagen:
Es ist tatsächlich nicht möglich, absolut noch jeden letzten Beitrag im Fediverse für genau und absolut 100% aller Leute genau und absolut 100% perfekt und ideal barrierefrei zu gestalten. Und glaubt mir, ich versuche es tatsächlich. Doch, tue ich.
Ich arbeite sogar gelegentlich an einem sehr umfangreichen Wiki über Alt-Texte und Bildbeschreibungen im Fediverse. Das Wiki ist englischsprachig und zu finden auf demselben Hubzilla-Kanal, von dem ich hier gerade antworte: Hier ist der Link.
Wenn ich eigene Bilder poste, so selten das wegen des Riesenaufwandes auch passiert, zeigen die immer ein extremes Nischenthema: virtuelle 3-D-Welten. Daher weiß ich aus eigener, persönlicher, praktischer Erfahrung: Je obskurer und nischiger das Thema eines Post und der Inhalt eines Bildes ist, desto unmöglicher ist es, die Bedürfnisse absolut restlos aller mit einer und derselben Bildbeschreibung abzudecken.
Merke: Es ist nur dann barrierefrei, wenn es wirklich keinerlei Hilfe bedarf. Das heißt auch: Wenn man ein Bild postet, soll niemand irgendwelche offenen Fragen haben. Wegen eines unbeschriebenen, aber wichtigen oder interessanten Details in einem Bild nachzufragen oder um Erläuterung zu bitten, ist genauso schlimm, wie generell nach einer Bildbeschreibung fragen zu müssen.
Bei einem Foto von einem realen Sonnenuntergang kommt man vielleicht mit drei Wörten im Alt-Text davon. Vielleicht. Man kann sich einreden, daß sowieso jeder eine grobe Vorstellung davon hat, wie ein Sonnenuntergang aussieht. Aber auch dann wird es Leute geben, die wissen wollen, wie dieser Sonnenuntergang genau aussieht.
Bei einem Foto von einem Gebäude sieht es schon wieder ganz anders aus. So ziemlich jedes Gebäude ist anders. Wenn man erwähnt, daß irgendwo auf dem Bild ein Gebäude ist, dann wissen Blinde oder Sehbehinderte doch nicht, wie es aussieht, außer es ist ein sagenhaft berühmtes Gebäude. Möglicherweise wollen einige von ihnen das aber wissen. Also hat man es zu beschreiben.
Und was, wenn das Gebäude dann auch noch in einer virtuellen 3-D-Welt steht? Dann haben Blinde und Sehbehinderte doch eine noch geringere Chance zu wissen, wie es aussieht, auch deshalb, weil sie keine Vorstellung davon haben, wie irgendetwas generell in virtuellen 3-D-Welten und ganz spezifisch in dieser virtuellen 3-D-Welt aussieht. Aber vielleicht sind sie darauf total neugierig.
Ich hätte da ein Beispiel. Ich habe tatsächlich im Sommer 2024 mal ein Bild von einem virtuellen Gebäude gepostet. Hier ist ein Link zum Bild selbst. An diejenigen unter euch, die das Bild tatsächlich sehen können: Würdet ihr allen Ernstes sagen, dieses Bild ist mit drei Wörtern für jeden absolut hinreichend beschrieben?
Nein, ist es nicht. So habe ich mich damals hingesetzt für das Bild eine adäquate, hochdetaillierte Beschreibung geschrieben.
Bei einem so obskuren Nischenthema reicht aber eine reine visuelle Beschreibung nicht aus. Ohne Erklärungen versteht auch niemand das Bild und den Post. Also habe ich dann auch noch alles erklärt, was Otto Normalnutzer nicht so ohne weiteres weiß. Alleine die Erklärung, wo das Bild entstanden ist, ist über 4.000 Zeichen lang.
Am Ende war ich zwei Tage lang von morgens bis abends damit beschäftigt, eine Bildbeschreibung für dieses eine Bild anzufertigen. Und obwohl ich mich hier und da schon freiwillig eingeschränkt habe (ich habe keine Bilder innerhalb des Bildes detaillierter beschrieben, als sie selbst in-world zu sehen wären), hatte ich am Ende eine Bildbeschreibung von über 60.000 Zeichen. Über 10.000 Wörtern. Die braucht Zwischenüberschriften.
Die habe ich so, wie sie war, ungekürzt in den Bildpost eingebaut, gleich unterhalb des Bildes. Die mußte auch schon deshalb in den Post selbst, weil Erklärungen nicht in den Alt-Text gehören. Das habe ich übrigens im Wiki erklärt: Hier ist der Link.
Aber: Ein Alt-Text war ja trotzdem noch Pflicht. Also nutzte ich den Morgen des dritten Tages und schrieb zusätzlich noch eine Bildbeschreibung für den Alt-Text. Die ist etwas über 1.400 Zeichen lang und läßt trotzdem einiges aus, was auf dem Bild zu sehen ist. So sind die über 20 Text-Transkripte nur in der langen Bildbeschreibung zu finden.
Die restlichen Zeichen bis zur 1.500-Zeichen-Grenze nutzte ich, um auf die lange Bildbeschreibung im Post hinzuweisen.
Der Post ging so übrigens tatsächlich raus, auch nach Mastodon. Hier ist der Link zum Post im Original. Letzten Endes hat kaum jemanden der Bildpost interessiert. Aber es hätte ja sein können, und darauf hat man vorbereitet zu sein.
Seitdem habe ich nur ein einziges weiteres Mal Bilder aus virtuellen Welten gepostet. Das ganze letzte Jahr über kam von mir kein einziges solches Bild, weil ich seit Ende 2024 an den Beschreibungen einer Serie von Avatarportraits arbeite, die noch weit davon entfernt sind, fertig zu sein.
Es gibt übrigens tatsächlich Leute, die aufgrund von Neurodivergenz derartig hochdetaillierte Beschreibungen und Erklärungen benötigen. Ihnen diese zu geben, sollte eigentlich zur Barrierefreiheit dazugehören. Ich könnte zumindest eine solche Person hier übrigens tatsächlich erwähnen.
Allerdings gibt es auch diejenigen, die nicht die Zeit oder die Aufmerksamkeitsspanne haben, um sich mehrere Stunden lang von einem Screenreader die Beschreibung eines einzelnen Bildes vorlesen zu lassen. Vielleicht ist ihnen sogar die Kurzbeschreibung im Alt-Text zu lang. Möglicherweise aber fehlen der Kurzbeschreibung im Alt-Text gleichzeitig wieder Informationen, die für so eine Person wichtig sein könnten.
Und da bin ich wieder bei meiner Anfangsthese: Bilder wie diese lassen sich nicht für 100% aller Leute 100% perfekt barrierefrei darstellen.
Mein Fazit, so traurig das auch ist: Im Grunde ist das Posten solcher Inhalte von vornherein immer ableistisch, weil man sie nicht für jeden perfekt barrierefrei aufbereiten kann.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #Barrierefreiheit #Inklusion #Ableismus
Jupiter Rowland - jupiter_rowland@hub.netzgemeinde.eu
hub.netzgemeinde.eubommel
in reply to Jupiter Rowland • • •Jupiter Rowland
in reply to bommel • • •@bommel Kurzfassung:
"Gute" Bildbeschreibungen können und müssen häufig durchaus hochkompliziert sein. Das weiß ich, weil ich selbst solche Bildbeschreibungen schreibe.
Und bei manchen Bildern sind kurze Bildbeschreibungen so unvollständig, daß sie nicht barrierefrei sind. Und hinreichend detaillierte Bildbeschreibungen sind so lang, daß sie nicht barrierefrei sind. Barrierefrei wäre nur, solche Bilder überhaupt nicht zu veröffentlichen.
Langfassung:
Also, @Casey fordert als Betroffene die 100% absolut perfekte Barrierefreiheit für 100% absolut alle Menschen in 100% absolut allen Situationen ein. Und sie deutet zumindest an, daß das 100% absolut immer easy-peasy und problemlos möglich ist.
Und in diesem Post behauptest du das mit dem Beispiel Bildbeschreibungen auch an:
Beides ist falsch. Und das ist meine persönliche praktische Erfahrung als jemand, der zum einen Bilder über extrem obskure Nischenthemen postet und zum anderen sich schon seit Jahren wirklich sehr, sehr viele Gedanken macht über die optimale Bildbeschreibung.
Ich habe in den letzten Jahren wirklich nicht viele Bilder gepostet. Aber das habe ich deshalb nicht, weil ich bei jedem Bild einen riesengroßen Aufwand habe, um es gut zu beschreiben.
Noch einmal mein Beispielbild: hub.netzgemeinde.eu/photo/b1e7… (aufgrund technischer Beschränkungen ist an der Stelle ein Alt-Text nicht möglich)
Wie soll ich das Bild "nicht kompliziert" so beschreiben, daß jemand wie @Casey wirklich garantiert keine Fragen hat?
Soll ich da einfach nur erwähnen, daß da ein Gebäude auf dem Bild ist? Und woher soll @Casey dann wissen, wie das Gebäude aussieht? Woher soll sie wissen, wie irgendwas auf dem Bild aussieht?
Oder erwartest du, daß sie mich dann fragt? Glaubst du allen Ernstes, wenn jemand nach Details in einem Bild fragt, die irgendwie interessieren, daß das guter Stil ist? Daß das barrierefrei ist?
Ich nehme an, du bist sehend. Ich nehme an, wenn du das Bild siehst, hast du keine Fragen, wie da irgendwas aussieht. Warum soll ich dann @Casey zumuten, mir solche Fragen zu stellen?
100% absolut perfekte Barrierefreiheit ist erst dann erreicht, wenn Blinde und Sehbehinderte garantiert keine Fragen haben, wie irgendwas aussieht.
Wenn man Blinden oder Sehgeschädigten erwartet, daß sie nach Details fragen, ist das, wie wenn man von ihnen erwartet, daß sie überhaupt nach einer Bildbeschreibung fragen. Ableistisch!
Wenn aber keine Fragen offen bleiben sollen, muß ich extrem ins Detail gehen. 40.000 Zeichen nur fürs Gebäude, 60.000 für das ganze Bild. Inklusive Erklärungen bis hin zu Grundlagen. Inklusive Zeichen-für-Zeichen-Transkripten sämtlicher Texte innerhalb des Bildes.
"Nicht kompliziert" ist anders.
Dann hat @Casey eine Bildbeschreibung, die hoffentlich keine Fragen offenläßt. Aber ihr Screenreader, wenn sie einen benutzt, braucht mehrere Stunden, um sie vorzulesen.
Ich muß ihr also entweder eine Bildbeschreibung in Romanlänge zumuten, oder ich muß ihr eventuell zumuten, mich nach Bilddetails zu fragen. Sehende Personen brauchen beides nicht. Warum sollte @Casey dann zwingend eins von beiden zugemutet werden?
Wenn also Bilder von solcher Art sind, daß eine Bildbeschreibung entweder zu unvollständig oder zu lang ist, dann ist es von vornherein ableistisch, solche Bilder überhaupt zu veröffentlichen.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #Barrierefreiheit #Inklusion #Ableismus
bommel
2026-01-24 13:53:03
bommel
in reply to Jupiter Rowland • • •Stattdessen folgt die nächste Abhandlung mit absolutem Quatschinhalt. Nur weil du für dich selbst definierst, dass 100% Barrierefreiheit erreicht ist, wenn Blinde und Sehbehinderte Personen "garantiert keine Fragen" haben, heißt das nicht, dass das zutreffend ist. Barrierefreiheit heißt nicht, dass es keinerlei weiteren Bedarf an Kommunikation gibt, sondern dass Teilhabe ermöglicht wird. Nirgendwo erhebt das den Anspruch auf Perfektion. Und meine Frage nach dem Warum bleibt bestehen: Was genau willst du hier erreichen? Uns auf Basis deiner falschen Grundannahmen sagen, dass wir falsch liegen? Verständnis für deinen Edge-Case?!
Jupiter Rowland
in reply to bommel • • •@bommel
Um eurer Überzeugung entgegenzutreten und euch zu sagen, daß ihr falsch liegt..
Kein Quatsch, sondern meine persönliche Erfahrung und das, was ich mitgenommen habe, indem ich über Jahre Websites und Mastodon-Tröts zum Thema Alt-Texte und Bildbeschreibungen gelesen habe.
Was wäre dann noch zusätzlich nötig, um die 100% zu erreichen? Was fehlt noch?
Beides hätte ich gern von @Casey als Betroffener bestätigt. Denn in ihren Posts in diesem Thread klingt sie nicht sehr kompromißbereit.
Nach meinen Verständnis, und nicht nur nach meinem, ist Barrierefreiheit beim Wortsinn zu nehmen: das Fehlen jeglicher Barrieren für Menschen mit Behinderungen, die Menschen ohne die jeweiligen Behinderungen nicht haben. Und wenn Blinde an einer Stelle fragen müssen, Sehende aber nicht, dann ist das eine Barriere, die Sehende nicht haben.
Frage mal auf Mastodon herum, ob man bei den Themen Barrierefreiheit und Inklusion Kompromisse eingehen darf, oder ob nur kompromißlose 100% ausreichend sind. Vor allem unter Aktivisten. Ich glaube, du wirst dich wundern.
Zunächst einmal die Einsicht, daß es überhaupt Edge-Cases gibt, die über die einfachen Real-Life-Fotos und Social-Media-Screenshots hinausgehen, die 99% des Bildpostaufkommens hier ausmachen. Und daß die üblichen Ratschläge und die üblichen Vorgehensweisen und die üblichen Maßstäbe an diesen Edge-Cases kläglich scheitern.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #Barrierefreiheit #Inklusion
bommel
in reply to Jupiter Rowland • • •Jupiter Rowland
in reply to bommel • • •@bommel
Und korrekt wäre dann statt dessen was genau?
Daß absolut jedes Bild in absolut jedem Kontext (auch wenn das Bild selbst der Kontext ist wie häufig bei mir) für absolut jeden da draußen adäquat innerhalb von Sekunden absolut adäquat in unter 10 Wörtern beschrieben werden kann?
Daß ich einfach nur grob erwähnen muß, was auf dem Bild ist? Und wer nicht weiß, wie es aussieht, es aber wissen will, kann sich gehackt legen oder sich selbst die Mühe machen, mich zu fragen?
Und im übrigen:
Das heißt also, der Grund, warum ich hier nie Feedback für Bildbeschreibungen bekomme, ganz besonders nicht von denen, die sie brauchen, ist, weil mir kein Feedback zusteht? Von der eigentlichen Zielgruppe schon mal erst recht nicht?
Und woher soll ich dann wissen, wie ich es richtig machen soll? Was Blinde und Sehgeschädigte im Fediverse wirklich brauchen?
Ich muß es ja wissen. Das wird ja zwingend von mir erwartet, denn von mir wird erwartet, daß ich dieses Wissen anwende. Gleichzeitig wird mir der Erwerb dieses Wissens aktiv verwehrt.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #Barrierefreiheit #Inklusion
bommel
in reply to Jupiter Rowland • • •Für mich ist die Konversation hier auch beendet. Du bringst *nichts* konstruktives mit, bist dieses Gespräch hier eingegangen, ausschließlich um mir mitzuteilen wie falsch ich liege, obwohl die absolute Basis deiner Logik schon Murks ist und ich habe absolut nicht den Eindruck, dass du ehrlich auf der Suche danach bist, etwas zu verstehen und stellst stattdessen Forderung nach Forderung und formulierst Ansprüche, die sich ebenfalls aus quatschigen Grundannahmen ergeben. This is not the way.
Und falls du wirklich mal ehrliches Feedback haben möchtest: Mach das vielleicht ohne den betreffenden Personen vorher mit einer absolut fehlgeleiteten Überzeugung zu erzählen, dass sie falsch liegen würden, sondern begegne den Leuten mit Respekt und Offenheit.
Jupiter Rowland
in reply to bommel • • •@bommel
Und auf welcher Grundlage soll ich dann meine Bilder beschreiben?
Einfach irgendwie und dann hoffen, daß ich dafür nicht von jemandem auf den Deckel kriege, und sei es hinter meinem Rücken?
Das heißt, ich könnte auch völligen Unfug schreiben, und das wäre okay?
Übrigens habe ich selbst schon mehrfach gesehen, wie Fediverse-Nutzer für nutzlose Alt-Texte gemaßregelt wurden.
Ich kann nur soviel sagen: Auch du wirst nur so lange darauf beharren, daß es ein "richtig" bei Bildbeschreibungen nicht gibt, bis du genügend kompletten Müll in Alt-Texten gesehen hast. Oder bis du für einen Alt-Text, den du für absolut angemessen hältst, von Mastodons Alt-Text-Polizei auf den Deckel bekommst. Die ist dir nämlich schon ein ganzes Stück voraus.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta #AltTextPolizei
bommel
in reply to Jupiter Rowland • • •Jupiter Rowland
in reply to bommel • • •@bommel Was ist eigentlich so schlimm daran, daß ich bestmögliche Bildbeschreibungen schreiben möchte?
Oder darf ich das auch nicht? Und warum nicht?
#AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta
bommel
in reply to Jupiter Rowland • • •Jupiter Rowland
in reply to bommel • • •@bommel Ja.
Ich will meine Bilder nicht irgendwie beschreiben, sondern so gut wie möglich.
Außerdem: Die Anforderungen an Alt-Texte und Bildbeschreibungen im Fediverse steigen stetig.
Erst ging es nur gegen fehlende Alt-Texte. Dann gegen Dateinamen, "image", Kopien des Post-Textes und andere völlig nutzlose Alt-Texte. Dann gegen viel zu kurze Beschreibungen. Gegen Texte im Bild, die nicht 1:1 Wort für Wort transkribiert worden sind. Gegen komplett halluzinierte KI-Beschreibungen. Gegen grundsätzlich richtige KI-Beschreibungen, die aber immer noch Fehler enthalten. Einen Alt-Text zu schreiben, der nicht 100% akkurat und hinreichend detailliert ist, ist heutzutage schon riskant.
Ich will das alles jederzeit perfekt erfüllen. Nein, ich will diesen Anforderungen sogar noch voraus sein, denn sie werden weiter steigen. Und bisher hat sich noch niemand beschwert über zu lange Alt-Texte. Oder Doppelbeschreibungen, eine im Alt-Text, eine im Post. Zum Glück auch noch nicht, wenn Texte in einer Bildbeschreibung im Post transkribiert sind, aber nicht in der im Alt-Text.
Wenn mich jemand kritisieren würde, weil eine meiner Bildbeschreibungen inakkurat oder nicht detailliert genug ist, dann würde ich nicht sagen: "Ach, andere haben sich bestimmt darüber gefreut." Dann würde ich vielmehr sagen: "Das hätte ich auch besser machen können. Nächstes Mal mache ich es besser."
Ich bin jemand, der jedes Mal, wenn er etwas Neues über Bildbeschreibungen lernt, seine bisherigen Bildbeschreibungen für veraltet erklärt. Ich habe Bildposts mit Bildbeschreibungen, in die ich Stunden oder Tage investiert habe. Die zeige ich aber ungern vor, weil die Bildbeschreibungen einfach meinen heutigen Standards nicht mehr genügen.
#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #AltText #AltTextMeta #CWAltTextMeta #Bildbeschreibung #Bildbeschreibungen #BildbeschreibungenMeta #CWBildbeschreibungenMeta
bommel
in reply to Jupiter Rowland • • •jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to bommel • • •Danke für den erhellenden Austausch ihr beiden, habe ich mir wieder viele Worte gespart, und beim überfliegen meine Annahmen bestättigt ..
Ohne irgend jemenschem zu nahe tretten zu wollen @bommel, würde ich sagen @jupiter_rowland besitzt eine gewisse absoltistische Betriebsblindheit wenn es um kontextuelles die Kirche im Dorf lassen bei #ALTtexten geht.
Ich würde jene Berufskrankheit, oder auch Spezies, als "deutschen Spezialisten" auf seiner quijotesken Reise durch den Zeitgeist der internetten Netzwerke beschreiben.
Wie soll ich sagen Jupiter:
Es gibt Bilder da erübrigt sich jeder Kommentar.
social.tchncs.de/@jesuisatire/…
jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
2026-02-16 07:09:45
Jupiter Rowland
in reply to jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ • • •@jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ Deinen Worten liegen jede Menge Fehlannahmen zugrunde.
Erstens die Fehlannahme, daß es bei ausnahmslos jedem Bild etwas gibt, das im Kontext wichtig ist, und sehr viel mehr, das im Kontext unwichtig ist. Daß das Unwichtige dann beim Beschreiben des Bildes völlig ignoriert werden kann.
Das stimmt so nicht. Es gibt durchaus Bilder, bei denen auch im Kontext nichts wichtiger ist als irgendetwas anderes, bei denen alles gleichermaßen wichtig ist. Kannst du dir nicht vorstellen? Landschaftspanoramen beispielsweise. Und sei es von Stadtlandschaften.
Ich selbst habe einige Bilder gepostet, auf denen nichts im Kontext wichtiger ist als irgendetwas anderes. Das hier oder hub.netzgemeinde.eu/photo/4dbb… das hier oder (CW: Augenkontakt) das hier oder (CW: Augenkontakt) das hier oder (CW: Augenkontakt) das hier. Jedes Mal ging es um die Bilder als Ganze und nicht um einzelne spezifische Elemente darin.
Zweitens die Fehlannahme, daß, wenn es einen Fokus auf bestimmte Elemente im Kontext gibt, jeder, aber auch wirklich jeder da draußen definitiv nur an diesen bestimmten Elementen interessiert ist. 100% garantiert. Da ist es wirklich unvorstellbar, daß das irgendwie auch anders sein könnte.
Das kann es aber durchaus. Bei meinen eigenen Bildern muß ich genau davon ausgehen, daß das passieren kann.
Meine Bilder sind keine Real-Life-Fotos. Meine Bilder sind keine Screenshots von sozialen Medien. Also nichts von dem, was 99% des Bilderaufkommens im Fediverse ausmacht. Meine Bilder sind Renderings aus virtuellen Welten. Noch dazu aus sehr obskuren virtuellen Welten, von denen annähernd niemand je gehört hat.
Die allermeisten Menschen glauben ja, das Thema "virtuelle Welten" und "Metaverse" hat sich ein für allemal erledigt. Das war eine Totgeburt. Das ist nicht passiert, das wird nie passieren. Während es den allermeisten komplett am Arsch vorbeigeht, dir wahrscheinlich auch, gibt es aber auch diejenigen, die darüber traurig sind, die aber trotzdem nicht wissen, daß es tatsächlich existierende virtuelle Welten gibt.
Dann komme ich daher mit Bildern aus virtuellen Welten. Nicht KI-erzeugt, sondern tatsächlich in wirklichen virtuellen Welten gerendert. Noch dazu mit dem Hashtag
#Metaverse, denn die Welten, in denen ich mich bewege, verwenden den Begriff "Metaverse" nicht nur im täglichen Sprachgebrauch, sondern nachweislich schon seit 2007, 14 Jahre länger als Zuckerberg.Da hängen dann doch solche Leute vor Aufregung ganz vorne auf der Stuhlkante. Was machen die dann, angenommen, auf den Bildern sind im Kontext nur ein paar Dinge wichtig? Gucken die sich nur die wichtigen Dinge an? Überfliegen sie die Bilder nur?
Nein, tun sie nicht. Statt dessen gucken sie sich all die ganzen Details im Bild an. Wichtig oder nicht. Immerhin haben sie gerade eine ganz neue Welt entdeckt. Ach was, ein ganz neues Universum! Ein virtuelles 3-D-Universum. Etwas, was sie so sehnsüchtig erwartet hatten, wovon sie aber bis vor fünf Sekunden annahmen, so etwas würde es nie geben. Und wie sich herausgestellt hat, gibt es das tatsächlich! Und jetzt gehen sie mit ihren Augen in diesem neuen Universum auf spannende Entdeckungsreise.
Aber was, wenn so eine Person blind oder sehgeschädigt ist? Dann kann sie das Bild nicht sehen. Dann kann sie nicht auf Entdeckungsreise in diesem neu entdeckten Universum gehen. Aber vielleicht will sie das trotzdem. Und Inklusion und Barrierefreiheit bedeuten, daß sie dazu dieselben Chancen haben muß wie sehende Personen.
Damit diese blinde oder sehgeschädigte Person diese Chancen hat, muß ich also jedes Bild bis in alle Details beschreiben. Übrigens kann ich deshalb nur noch relativ einfache Bilder posten, die keinen großen Beschreibungsaufwand mit sich bringen, weil sie kaum Details enthalten. Bilder wie (CW: Augenkontakt) dieses kann ich heute nicht mehr posten.
Drittens die Fehlannahme, daß es nur um visuelle Beschreibungen geht.
Ich kann nur insofern zustimmen, daß Alt-Text niemals Erklärungen enthalten darf, weil nicht jeder auf Alt-Texte zugreifen kann.
Damit komme ich auch zur vierten Fehlannahme, die auf Mastodon extrem weit verbreitet ist: Bildbeschreibung ist immer gleich Alt-Text. Tatsächlich ist es nur dann ein Alt-Text, wenn es hinter dem Bild liegt als Ersatz für das Bild. Wenn es hingegen im Post über oder unter dem Bild steht, ist es kein Alt-Text. Dann ist es einfach nur eine Bildbeschreibung.
Ich lese immer wieder von Mastodon, daß Alt-Texte nicht nur nützlich für Blinde oder Sehbehinderte sind. Daß sie auch erklären können, was das Bild zeigt, damit diejenigen, die von dem, was auf dem Bild ist, keine Ahnung haben, es verstehen. Noch einmal: Das gehört nicht in den Alt-Text.
Wenn man allerdings eine zusätzliche lange Bildbeschreibung im Post selbst hat, dann sind darin Erklärungen durchaus nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Genau diese Erklärungen fordert Mastodon ein.
Natürlich muß man dann auch zusehen, daß die Erklärungen verständlich sind. Eine der Regeln der Bildbeschreibungen ist ja, keine Fachsprache und keinen Fachjargon zu verwenden oder, falls das absolut unausweichlich ist, die Fach- oder Jargonbegriffe an Ort und Stelle sofort zu erläutern. Je nischiger und obskurer der Bildinhalt und/oder das Thema des Bildes ist, kann das durchaus dazu führen, daß man auf drei, vier, fünf Ebenen erklären muß, bis man beim Wissensstand des Publikums angelangt ist, auf dem man aufbauen kann.
Das widerlegt auch die fünfte Fehlannahme, die hier meines Erachtens zumindest impliziert ist und ihrerseits auch weit verbreitet ist: Die Leute können doch fragen, wenn sie etwas wissen wollen.
Sie wollen aber nicht fragen. Sie wollen nicht fragen müssen. Selbst googlen wollen sie auch nicht. Ach ja, und Links zu Erklärungen wollen sie auch nicht, denn dann geht ihr Browser auf (weil ja heutzutage jeder nur Apps benutzt), und Websites hinter Links sind nicht garantiert barrierefrei, und sie mißtrauen Links generell und so weiter und so fort. Nein, statt dessen hat alles bitteschön an Ort und Stelle im Post erklärt zu werden. Und zwar so, daß jeder es versteht, ohne noch einmal nachhaken zu müssen.
Den Leuten zuzumuten, sich fehlende Informationen eigenmächtig zu beschaffen, ist anmaßend und, wenn es besonders auch Menschen mit Behinderungen trifft, ableistisch. Mag sein, daß einige wenige das anders sehen und durchaus bereit sind, wegen einzelner Details oder Erklärungen nachzufragen. Aber diese Attitüde existiert, zumal viele Mastodon-Nutzer erwarten, auf Mastodon in jeglicher Hinsicht in Watte gepackt zu werden, und diese Erwartungen auch vollumfänglich erfüllt sehen wollen.
Sechstens die implizierte Fehlannahme, daß Mastodons Alt-Text-Polizei eine homogene, in sich geschlossene, koordiniert agierende Gruppe ist, siebtens die implizierte Fehlannahme, daß Mastodons Alt-Text-Polizei im Auftrag der Blinden und Sehgeschädigten handelt, um die Erfüllung derer konkreten Bedürfnisse einzufordern, und achtens die implizierte Fehlannahme, daß Mastodons Alt-Text-Polizei selbst blind oder sehbehindert ist.
Auch das ist alles falsch. Die Alt-Text-Polizei ist samt und sonders sehend. "Alt-Text-Polizei" ist nämlich nicht, wenn man sich einfach nur wünscht, daß Bilder beschrieben werden. "Alt-Text-Polizei" ist, wenn man nicht nur Bildbeschreibungen und Alt-Texte mit aller Härte einfordert, sondern deren Fehlen nach eigenem Ermessen sanktioniert und inzwischen auch im eigenen Ermessen Mindestanforderungen an ausreichende Alt-Texte und Bildbeschreibungen stellt und auch deren Nichteinhalten sanktioniert.
Allein deswegen kann die Alt-Text-Polizei nur sehend sein: Um die Einhaltung der Mindestanforderungen zu überprüfen, müssen Alt-Text-Polizisten ihrerseits in der Lage sein, die beschriebenen Bilder einwandfrei zu sehen, um sie dann mit den Beschreibungen abgleichen zu können.
Außerdem sprechen sich Alt-Text-Polizisten untereinander nicht ab. Die kennen sich gegenseitig vielfach überhaupt nicht. Das sind alles einsame Wölfe, die auf eigene Faust agieren.
Sie glauben auch nur zu wissen, was die Blinden und Sehgeschädigten wollen. Mit denen sprechen sie sich nämlich auch nicht ab. Weil die Blinden und Sehgeschädigten fast ausnahmslos und die Alt-Text-Polizei tatsächlich ausnahmslos auf Mastodon ist, haben sie gar nicht die Möglichkeit, sich effektiv auszutauschen, weil puristisches Mikroblogging dafür völlig ungeeignet ist.
Und so stellt jeder Alt-Text-Polizist andere Mindestanforderungen an tolerable Alt-Texte und Bildbeschreibungen. Häufig sind diese um einiges höher als das, was den allermeisten Blinden oder Sehgeschädigten nach deren eigenen Aussagen tatsächlich genügen würde.
Es geht längst nicht mehr nur darum, daß es überhaupt einen Alt-Text gibt. Nein, dieser Alt-Text muß garantiert zu 100% handgeschrieben sein, er muß 100% akkurat sein (im Gegensatz zu KI-Slop, weshalb KI-Beschreibungen nicht toleriert werden), alle Texte im Bild müssen im Alt-Text Wort für Wort, Zeichen für Zeichen haargenau transkribiert sein, und er muß einen gewissen Mindestdetailgrad erreichen. Wo dieser Mindestdetailgrad liegt, liegt im Ermessen jedes einzelnen Alt-Text-Polizisten.
Ich schreibe meine Bildbeschreibungen auch für die Alt-Text-Polizei. Zum einen möchte ich ihr signalisieren: Ja, ich gebe mir Mühe. Ich mache mir Gedanken darüber, was eine gute Bildbeschreibung braucht, und ich setze das dann auch um. Und ich betreibe hier keine nachlässige Schlamperei und lasse keine Details aus, die vielleicht irgendjemanden interessieren könnten.
Zum anderen ist damit weitestgehend garantiert, daß ich bis auf weiteres die Mindestanforderungen wirklich aller Alt-Text-Polizisten erfülle. Daß idealerweise die Bildposts, die ich heute schreibe, auch noch die Anforderungen erfüllen werden, die die Alt-Text-Polizisten in fünf Jahren haben werden, wenn sie ihre Mindestanforderungen noch weiter nach oben geschraubt haben.
Die einzige Anforderung, die ich meistens nicht erfüllen kann, ist, alle Texte im Bild im Alt-Text zu transkribieren. Wenn ich Texte habe, sind die meistens so zahlreich, daß ich nicht alle Transkripte in 1.500 Zeichen untergebracht bekomme, schon gar nicht mit den notwendigen begleitenden visuellen Beschreibungen. Daher weisen meine Alt-Texte auf die Langbeschreibungen hin und darauf, daß alle Texte im Bild in der Langbeschreibung transkribiert sind. Aber ich rechne damit, daß das schon heute nicht mehr ausreichend ist und eigentlich sanktioniert gehört und ich nur deshalb damit davonkomme, weil die Reichweite meiner Bildposts so minimal ist.
CC: @bommel
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jeSuisatire neindochohh ᘛ⁐̤ᕐᐷ
in reply to Jupiter Rowland • • •ausnahmslos, absolut, 100%
wir sprechen verschiedene sprachen und betrachten das leben und die realität aus unterschiedlichen blickwinkeln.
lass gut sein
👍